Dienstag, 10. März 2015

Die Buchhändlerin erzählt - Gastpost bei Sharon.Baker liest

Hallo ihr Lieben,

die Schulzeit ist überstanden, die Prüfungen sind vorbei und mein Zeugnis habe ich mittlerweile auch bekommen. 
Jetzt habe ich erstmal eine Woche Urlaub zu Hause und hoffe, hier wieder ein bisschen aktiver zu werden. Nachdem aber auch die Buchmesse noch ansteht möchte ich nicht zu viel versprechen. Ich habe hier für euch noch einen meiner Posts bei Sharon, den ich hier noch nicht gezeigt habe. Viel Spaß damit!


Heute möchte ich euch heute etwas über Gedicht-Bände erzählen. Aufgrund der ganzen anstehenden Klausuren komme ich derzeit leider nicht wirklich dazu einen Roman zu lesen - dafür fehlen mir die Zeit und die Konzentration. Und was wäre da passender als Gedichte zu lesen?

Ich bin eine große Freundin von Gedichten, vor allem in der Original-Sprache. Ich habe nämlich immer das Gefühl, dass die Übersetzungen dem Original einfach nicht gerecht werden. Wenn die inhaltliche Übersetzung stimmt, passt das Reimschema meist nicht oder umgedreht. Das finde ich immer sehr schade.

Besonders schön finde ich dann zweisprachige Gedichtbände, selbst wenn ich die zweite Sprache nur kaum bis gar nicht kann. Einfach weil ich dann einen Eindruck vom Original bekomme, aber eben auch die inhaltliche Übersetzung habe.

Eine wundervolle Autorin von Gedichten ist Emily Dickinson. Ich finde, man sollte wenigstens ein paar Gedichte von ihr gelesen haben, auch wenn sie vielleicht nicht jedem gefallen mögen. Sie ist eine unglaublich wichtige Autorin der amerikanischen Literaturgeschichte. Eine zweisprachige Ausgabe von ihr gibt es zum Beispiel vom Reclam Verlag. Eine schönere Ausgabe für's Bücherregal wäre zum Beispiel vom Fischer Verlag.

Ebenfalls ein schöner Band ist von Rainer Kunze: "Ein Tag auf dieser Erde". Ich finde diesen Band sehr außergewöhnlich. Der Autor schreibt auf deutsch, es ist also keine Übersetzung. Außerdem nutzt er kaum bis keine Groß- und Kleinschreibung. Das finde ich irgendwie faszinierend.

Und noch ein letzter eher ungewöhnlicher Gedicht-Band für euch: "Gestalt des letzten Ufers" von Michel Houellebecq. Diese Gedichte sind aus dem Französischen übertragen und obwohl ich nur sehr wenige Worte dieser Sprache verstehe, war es wirklich schön zu sehen, wie der Autor die Gedichte ursprünglich geschrieben hat. Wann sie sich reimen sollten, und wann sie es in der Übersetzung wirklich tun.

Durch diese zweisprachigen Ausgaben bekommt man meiner Meinung nach einfach einen besseren Eindruck vom Autoren. Natürlich sind Übersetzungen wichtig und schwer, aber sie verfälschen natürlich auch unser Bild vom eigentlichen Schöpfer des Werkes. Deshalb bin ich eine große Freundin dieser zweisprachigen Bände. 
Außerdem sind Gedichte manchmal eine richtige Erholung, manchmal kompliziert. Einige muss man wirken lassen, andere verschlingt man förmlich. Sie sind, obwohl viel kürzer, manchmal einfach sprachgewaltiger und inhaltlich aufreibender als Romane. 

Damit wünsche ich euch noch einen tollen Montag und hoffe, dass ihr auch ab und an mal das ein oder andere Gedicht lest! ;-)

Viele Grüße und bis zum nächsten Mal,

Kommentare:

  1. Mylady Nadine.

    "Fortify your soul againt the rage of malevolence. But open everyone's heart for the milk of human kindness."
    (Saoirse O'Bounor)

    To the memory of Emily Dickinson.

    bonté

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    1. ...ah, ein fauxpas! :-)
      Damit meine ich weniger das fehlende "s" in against, als vielmehr der Tippfehler bei Miss Saoirse O'Boinor.

      Sorry.

      bonte

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