Mittwoch, 8. April 2015

Gastpost: Das Leben in Frankfurt

Hallo liebe Bücherfreunde,

ich habe heute mal wieder einen Gastpost für euch, geschrieben von einer Freundin und Mit-Azubine. Gemeinsam haben wir versucht 9 Wochen Schule zu überstehen. Dass das nicht immer leicht ist.... Aber ich will nicht zu viel vorwegnehmen. Lest selbst, was sie zu sagen hat:


Das Leben in Frankfurt


Von der wohlbehüteten Privatsphäre der Heimat ab in einen Hühnerstall, der Metropole Frankfurts. Kein Huhn gleicht dem andern. Ja und der Streit um die wenigen Hähne ist natürlich vorprogrammiert. Mein kleiner privater Einblick in die 9 Wochen Lücke des Alltags.

Auf engstem Raum, mit erst einmal völlig fremden Menschen, bei denen man nicht weiß wie viel Maß an Humor sie vertragen, geschweige denn welche Ticks im Laufe der Zeit sich noch bemerkbar machen werden. Versucht mal 99% des Tages mit anderen verbringen und nicht verrückt zu werden. Habt ihr schon diverse Erfahrungen gemacht? Und ich meine nicht die Eine Woche Abschlussfahrt, weil lasst euch gesagt sein, DAS ist nochmal eine ganz andere Dimension.

Es ist schwer, beschwingt und fröhlich übe ich mich jeden Tag darin nicht in eines der Trillionen Fettnäpfchen zu treten oder schlechte Witze zu reißen. Manchmal bin ich auch mürbe, einfach total fertig, weil ich mich unter diesen vielen Menschen trotzdem einsam fühle.

Doch da sind diese Begegnungen, Situationen, Gespräche die unglaublich kostbar sind. Weil manche Menschen mir eine ihrer Geschichten schenken, mir ein kleines bisschen von sich selbst zeigen. Was ich daran so toll finde? Manche überraschen mich, in einem Maße in dem ich es nie vermutet hätte und das zeigt mir, dass die Einzigartigkeit der Menschen eines der besten Dinge in meinem Leben ist.

 Meeresrauschen

Wollte an der Oberfläche bleiben,
doch bin ertrunken,
zum Schutz.

Und nun?
Meeresrauschen in meinem Kopf!

Die Worte, sie fliegen, 
gehen unter wie ich.

Und ich denke ich sollte etwas tun!
Oder nicht?

Hier ist es sicher, ruhig und geborgen,
oben kaltherzig, schadvoll, mein Kopf voller Sorgen.

Manchmal ein Wort sich zu mir gesellt,
doch im Strome der Gleichgültigkeit zerschellt.

Lasse mich treiben, einfach nur so,
denke an meinen Untergang und bin ein wenig froh.

Denn das einzige in meinen Gedanken,
ist das beruhigende Meeresrauschen,
Plopp.



Priscilla Stober




Und, was sagt ihr? 
Wir beide sind auf eure Kommentare gespannt!

Viele Grüße,

Kommentare:

  1. Mesdames Priscilla et Nadine.
    Ein anmerkenswertes Bild vom Hühnerhof zu Frankfurt... :-)
    Der Streit um die anwesenden Hähne wäre dann einzig sinnvoll, wenn es keine eitlen Gockel sind.

    Eigentlich gehören Fettnäpfchen zum Leben, weil sie mit zu den Erfahrungen zählen, die uns reifen laßen. Wir alle sind ja nicht per se & vom Tag der Geburt perfekt - was irgendwie auch eine beunruhigende Vorstellung wäre.

    "Kein Wort ist vergebens gesprochen, wenn es andere zu einem eigenen Gedanken inspiriert.Denn der Geist verdörrt langsam, fehlt ihm der sinnige Austausch"
    (Myrelle Minotier)

    Gut - Zuhause bleibt es dann immer noch am schönsten! :-)

    bonté

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  2. Sehr schöner Beitrag ;)
    War eine tolle Zeit!
    - ein Mit-Hühnchen ;)

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